Steuerklasse 3 vs 5: Als Ehepaar stehen uns monatlich 300 Euro mehr zur Verfügung

Ein Hamburger Ehepaar erklärt die Steuerklassen-Wahl und wie sie 300 Euro netto mehr pro Monat erreichten.

5 Min. Lesezeit
1200 Wörter
2.4.2026
Wir haben geheiratet und wussten nicht, welche Steuerklasse wir wählen sollen. Ich verdiene 4.200 Euro brutto, meine Frau 2.800 Euro. Standard: beide Klasse 4. Netto zusammen: 4.180 Euro. Dann hat ein Kollege Steuerklasse 3/5 empfohlen. Ausprobiert: plötzlich 4.480 Euro netto. 300 Euro mehr im Monat. 3.600 Euro im Jahr. Nur weil wir die Steuerklasse geändert haben. Ich bin Stefan, 38, Hamburger Logistikmanager.

Anwendung

Gehaltsrechner-Vergleich Steuerklassen: Meine Daten: Ich: 4.200 Euro brutto, Steuerklasse 3 Frau: 2.800 Euro brutto, Steuerklasse 5 Steuerklasse 4/4 (beide gleich): Ich: 2.625 Euro netto Frau: 1.555 Euro netto Gesamt: 4.180 Euro Steuerklasse 3/5 (Verdiener mehr, Geringerverdiener weniger): Ich: 2.840 Euro netto (+215) Frau: 1.640 Euro netto (+85) Gesamt: 4.480 Euro Differenz: +300 Euro/Monat = +3.600 Euro/Jahr Gehaltsrechner zeigt: Nachteil: Steuerklasse 3/5 führt oft zu Steuernachzahlung. Die Steuerlast bleibt dieselbe — nur die Verteilung ändert sich. Jahressteuerberechnung: Gesamteinkommen: 84.000 Euro Steuerlast (egal welche Klasse): 11.200 Euro 3/5: monatlich weniger Steuern → weniger Vorauszahlung 4/4: monatlich mehr Steuern → oft Erstattung Wer 3/5 wählt, sollte monatlich 200-300 Euro zurücklegen für eventuelle Nachzahlung. Fazit: 3/5 ist ein zinsfreier Kredit vom Staat. Netto mehr Geld, aber Jahr für Jahr ausgleichen.

Profi-Tipps

Gehaltsrechner nutzen. Bruttolohn beider Partner eingeben, verschiedene Steuerklassenkombinationen vergleichen. Die Differenz zeigt, ob sich 3/5 lohnt. Steuerklassenwechsel ist einfach. ElsterFormular online, 2 Wochen Bearbeitung. Kann man jedes Jahr ändern. Den monatlichen Unterschied investieren statt ausgeben. 300 Euro/Monat im ETF = 4.500 Euro in 10 Jahren nach Inflation.

Häufige Fehler

Der größte Fehler: denken, Steuerklasse 3/5 spart Steuern. Stimmt nicht. Die Jahressteuerlast bleibt identisch. Nur die monatliche Verteilung ändert sich. Der zweite Fehler: das weiterere Geld ausgeben statt zurücklegen. Wenn die Steuernachzahlung kommt, hat man nichts mehr. Disziplin ist nötig. Der dritte Fehler: beide Steuerklasse 3 wählen. Geht nicht. Wenn einer 3 hat, muss der andere 5 haben. Ausnahme: beide 4.

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