GEZ 220 Euro im Jahr: Ich zahle für einen Rundfunk, den ich nicht nutze
Ein Student aus Freiburg weigert sich zunächst, zahlt dann aber doch und rechnet vor, was der Rundfunkbeitrag wirklich kostet.
5 Min. Lesezeit
1200 Wörter
1.4.2026
Ich habe keinen Fernseher. Kein Radio. Kein Internetanschluss (nur Handy). Und trotzdem muss ich 18,36 Euro im Monat an den Beitragsservice zahlen. 220,32 Euro im Jahr. Zwingend. Pro Wohnung. Egal ob ich schaue oder nicht. Als Student mit 450 Euro Minijob-Einkommen sind 220 Euro fast 5% meines Jahreseinkommens. Für ein Angebot, das ich nicht nutze. Ich bin Leo, 24, Student in Freiburg.
Anwendung
Der Rundfunkbeitrag: 18,36 Euro/Monat pro Wohnung (nicht pro Person). Egal ob TV, Radio, Internet. Egal ob ARD/ZDF genutzt wird. Befreiung möglich für BAföG-Empfänger, aber Antragstellung aufwendig. Unser Steuerrechner zeigt: Bei 450 Euro Minijob = 5.400 Euro/Jahr. GEZ = 4,1% des Einkommens. Bei einem Vollzeitgehalt von 3.000 netto = 36.000/Jahr sind es nur 0,6%. Der Beitrag ist regressiv: er trifft Geringverdiener härter.
Profi-Tipps
Prüfe ob du befreit werden kannst. BAföG-Empfänger, Sozialhilfeempfänger, und einige weitere Gruppen sind befreit. Der Antrag geht online.
Häufige Fehler
Denken, man kann sich weigern. Die Strafgebühren bei Nichtzahlung sind höher als der Beitrag selbst. Bis zu 1.000 Euro Bußgeld.