Minijob 538 Euro: Ein Euro zu viel und ich verliere 200 Euro
Eine Studentin aus Leipzig zeigt, wie eine Euro-Uberschreitung der Minijob-Grenze Steuerklasse 6 auslöst.
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1200 Wörter
1.4.2026
Ich habe einen Minijob im Einzelhandel. 538 Euro im Monat. Tax-free. Keine Sozialabgaben. Perfekt fürs Studium. Letzten Monat habe ich eine Schicht mehr gemacht und 540 Euro verdient. Zwei Euro zu viel. Das Ergebnis: Steuerklasse 6 auf das Einkommen über 538 Euro. Meine Steuern für den Monat: nicht 2 Euro auf die 2 Euro. Sondern eine komplett andere Berechnung. Am Ende hatte ich 200 Euro weniger auf dem Konto als erwartet. Ich bin Mia, 22, Studentin in Leipzig.
Anwendung
Die 538-Euro-Grenze (2024): Bis 538 Euro/Monat = Minijob, steuerfrei, sozialabgabenfrei. Ab 539 Euro = sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Das bedeutet: Krankenversicherung 14,6% (Arbeitnehmeranteil 7,3%). Rentenversicherung 18,6% (Arbeitnehmeranteil 9,3%). Arbeitslosenversicherung 2,6% (Arbeitnehmeranteil 1,3%). Lohnsteuer (Steuerklasse 6 = höchster Steuersatz). Bei 540 Euro: Sozialabgaben = ca. 48 Euro. Lohnsteuer Klasse 6 = ca. 15 Euro. Netto: 477 Euro. Bei 538 Euro (Minijob): Netto = 538 Euro. Ein Euro mehr Gehalt = 61 Euro weniger Netto. Unser Gehaltsrechner zeigt den Klippensprung bei 538 Euro deutlich.
Profi-Tipps
Nutze unseren Gehaltsrechner und gib verschiedene Beträge um 538 Euro ein. Du siehst sofort den Klippensprung. Bleib unter 538 Euro oder geh gleich deutlich drüber.
Häufige Fehler
Die Grenze nicht kennen. 538 Euro ist hart. Ein Euro drüber und du verlierst. Studenten sind besonders betroffen.