München vs Leipzig: gleiches Gehalt, aber in Leipzig bleiben 800 Euro mehr übrig

Ein ITler der von München nach Leipzig gezogen ist vergleicht die Lebenshaltungskosten monatlich.

5 Min. Lesezeit
1200 Wörter
1.4.2026
Ich habe in München 3.800 netto verdient und konnte kaum sparen. Dann bin ich nach Leipzig gezogen, gleicher Job (Remote), gleiches Gehalt. Meine Miete sank von 1.200 auf 650. Meine Lebenshaltungskosten sanken um 900 Euro im Monat. Ich heiße Markus, 31, Entwickler, und der Umzug war die beste Finanzentscheidung meines Lebens.

Anwendung

Monatsvergleich: München: Miete (50m2): 1.200 Nebenkosten: 200 Lebensmittel: 450 Transport (MVV): 60 Versicherungen: 50 Freizeit: 250 Ausgaben: 2.210 Übrig: 1.590 Leipzig: Miete (65m2): 650 Nebenkosten: 150 Lebensmittel: 350 Transport ( Fahrrad): 0 Versicherungen: 50 Freizeit: 200 Ausgaben: 1.400 Übrig: 2.400 Differenz: 810 Euro/Monat = 9.720 Euro/Jahr Im Lebenshaltungskostenrechner: Die 810 extra in ETF investiert (7% p.a.): Nach 5 Jahren: 58.000 Euro Nach 10 Jahren: 141.000 Euro Ich habe 15m2 mehr Wohnfläche UND 810 Euro mehr pro Monat. Und Leipzig ist eine tolle Stadt.

Profi-Tipps

Nutze den Lebenshaltungskostenrechner. Vergleiche deine Stadt mit 2-3 Alternativen. Du wirst überrascht sein. Remote-Arbeit ändert alles. Wenn dein Job es erlaubt, ist der Umzug in eine günstigere Stadt der einfachste Weg zu mehr Geld. Vorher testen: einen Monat Airbnb in der Zielstadt. Nicht nur im Sommer. Im November sieht Leipzig anders aus als im Juli.

Häufige Fehler

Der größte Fehler: denken, dass nur München und Hamburg gute Jobs haben. Leipzig, Dresden, Erfurt haben wachsende Tech-Szenen. Der zweite Fehler: den Umzug nicht durchrechnen. Umzugskosten, Kaution, Makler. Bei mir waren es 4.000 Euro. Nach 5 Monaten hat sich das amortisiert. Der dritte Fehler: das Gehalt vergessen zu verhandeln. Remote heißt nicht Gehaltskürzung. Verhandle das gleiche Gehalt wie vor Ort.

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