Meine Riester-Rente bringt 1,8% – nach Inflation ein Verlust

Ein Riester-Sparer aus München entdeckt, dass seine private Altersvorsorge nach Inflation real Verluste macht.

5 Min. Lesezeit
1200 Wörter
1.4.2026
Zwölf Jahre lang habe ich in einen Riester-Vertrag eingezahlt. Jeden Monat 100 Euro. Kapital: 14.400 Euro eingezahlt. Aktueller Stand: 16.200 Euro. Rendite: 12,5% über 12 Jahre = 1% pro Jahr. Nach Inflation von durchschnittlich 2,2% pro Jahr: realer Verlust von 1,2% pro Jahr. Ich habe Geld verloren. Nicht nominal. Aber an Kaufkraft. Ich bin Mark, 38, Lehrer in München.

Anwendung

Die Riester-Rechnung: 100 Euro/Monat x 12 Jahre = 14.400 Euro eingezahlt. Stand heute: 16.200 Euro. Gewinn: 1.800 Euro. Rendite p.a.: 1,0%. Inflation p.a. (12 Jahre Durchschnitt): 2,2%. Kaufkraftverlust: -1,2% p.a. Unser Rentenrechner zeigt: Hätte ich die 100 Euro/Monat in einen MSCI World ETF investiert (7% p.a.), hätte ich heute 21.500 Euro. Differenz: 5.300 Euro. Riester-Vorteil: 175 Euro/Zulage pro Jahr + Steuerersparnis ca. 100 Euro = ca. 3.300 Euro über 12 Jahre. Netto immer noch 2.000 Euro weniger als ETF.

Profi-Tipps

Nutze unseren Rentenrechner und vergleiche Riester mit ETF. Der Steuervorteil von Riester gleicht die schlechte Rendite nicht aus.

Häufige Fehler

Riester als gute Vorsorge akzeptieren, ohne zu rechnen. Die Renditen sind oft unter 2%. Nach Inflation verlierst du. ETF-Sparpläne sind langfristig besser.

Rechner ausprobieren

Nutzen Sie kostenlos.

Öffnen